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Standpunkt

Umwelthandeln bewegt sich in konkreten wirtschafts- und wissenschaftspolitischen Kontexten. Es beschreibt ein Mensch-Natur-Verhältnis, das sich oftmals in Form einer krisenhaften und krisenbestimmten Wahrnehmung von Natur und natürlichen Prozessen wandelt und immer wieder neu gestaltet. Die Möglichkeit der Identifikation der Menschen mit ihrer unmittelbaren Erfahrungswelt sowie Freiräume in der Entscheidungsfindung und Regelabsprachen stellen für mich Kristallisationspunkte dar, sich in politischen Prozessen zukünftig noch stärker an den lebensweltlichen Bedürfnissen der Menschen zu konzentrieren. Die persönliche Situation der Beteiligten und die konkreten gesellschaftlichen Umstände bilden dabei für mich den Ausgangspunkt von Argumentation und Entscheidungsfindung.

Der gesellschaftliche Raum, die Verfügung über ihn und die individuelle Position in ihm wird durch die eigenen individuellen Handlungspotenziale repräsentiert. Wir sprechen heute vom politischen Raum, Wirtschaftsraum, kulturellen Raum, Naturraum oder vom geistigen Raum. "Raum" wird zum Konzept mit weiten Anwendungs- und Resonanzmöglichkeiten. Darin bestimmen gesellschaftliche Diskurse und traditionelle Festschreibungen das Gefühl der Zugehörigkeit zu Natur und Umwelt, den subjektiven Erfahrungshorizont der Leiblichkeit und die Formen des Umgangs mit dem eigenen Körper und denen der anderen. Raum wird zu einem Wissensfeld, zu einem Produkt von Handeln nicht routinisierter und institutionalisierter Bedingungen, die konkrete Gestalt von prozesshaftem Handeln der in ihm wirkenden Menschen.